Veranstaltungen
12.04.2025 - Exkursion des Schwäbischen Albvereins in Kooperation mit dem Geschichts- und Altertumsvereins Göppingen
Aichelberg und Turmberg – Drei vergessene Burgen
Voraussetzung: gutes Schuhwerk, Regenschutz und entsprechende Kondition
Führung Dr. Reinhard Rademacher
Die Wanderung führt uns zunächst von Eckwälden auf den 564 m hohen Aichelberg, der einen unglaublichen Ausblick weit über das Filstal hinaus bis in das mittlere Neckarland und auf den Verlauf des Albtraufs nach Westen gewährt.
Hier stand im Mittelalter die wehrhafte Stammburg der Grafen von Aichelberg. Die Wehranlage erlitt das gleiche Schicksal wie die Burg Hohenstaufen. Sie wurde 1525 – also genau vor 500 Jahren - im Bauernkrieg zerstört und nicht mehr aufgebaut.
In den nachfolgenden Jahrhunderten benutze man die Ruine nur noch als Steinbruch. Daher sind heute vom aufgehenden Mauerwerk nur noch geringfügige Reste erhalten. Geländestrukturen, darunter Terrassierungen auch der ehemalige Halsgraben sind bei genauerem Hinsehen aber noch gut erkennbar.
Der Weg führt weiter auf den fast 609 m hohen Turmberg.
Die Gipfelhochfläche war an ihrem Nord- und Südende durch Wehranlagen gesichert. Die beiden mittelalterlichen Befestigungen waren zumindest zeitweise in das Verteidigungssystem der Burg Aichelberg eingebunden. Es gibt jedoch keine Schriftquellen, die genauere Aussagen erlauben. Von beiden Anlagen sind aber noch markante Wall-Graben-Strukturen im Gelände erhalten.
Auf dem Rückweg ist eine Einkehr in Aichelberg oder in Eckwälden vorgesehen.
Start: 13:30 Uhr, Treffpunkt: Eckwälden, Parkplatz „Steig aus und wandere“ am Ortseingang
Vor 500 Jahren: Der „Bauernkrieg“ von 1525 im Raum Göppingen
Eine Vortragsreihe des Geschichts- und Altertumsvereins Göppingen im Rahmen des 100jährigen Jubiläums des Vereins.
Kooperationspartner: Kreisarchiv Göppingen, Archiv und Museen der Stadt Göppingen
Veranstaltungsort: Stadtmuseum im Storchen, Wühlestraße 36, 73033 Göppingen
Beginn jeweils: 19 Uhr
Eintritt frei!
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29.04.2025 - Als Burgen und Klöster brannten: Der Bauernkrieg von 1525 zwischen Schurwald und Alb
Dr. Stefan Lang, Kreisarchivar Göppingen
Im Frühjahr 1525 erhoben sich auch im Raum um das Filstal Bauern und andere Untertanen gegen ihre Obrigkeiten. Mit teilweise unterschiedlichen Methoden versuchten sie, ihre Forderungen nach mehr Freiheit und Mitbestimmung durchzusetzen. Dabei kam es auch in der Region zu Plünderungen und Zerstörungen wie im Falle der Burgen Hohenstaufen und Teck oder den Klöstern Adelberg und Lorch. Der Vortrag beleuchtet die Vorgeschichte, den Verlauf, die Hintergründe und Folgen der Ereignisse. -
06.05.2025 - Limpurg, der Bauernkrieg und die Zerstörung von Hohenstaufen, Adelberg und Lorch
Prof. Dr. Gerhard Fritz, PH Schwäbisch Gmünd
Die große Landesausstellung zum Bauernkrieg befasst sich mit zahlreichen Aspekten der Ereignisse vor 500 Jahren. Nur beiläufig wird in der Landesausstellung samt ihren Begleitveranstaltungen der Bauernkrieg rund um die Schenken von Limpurg erwähnt. Das ist für die Gegend um Schwäbisch Gmünd und Göppingen bedauerlich, weil ja der "Gemeine helle Haufen", dessen Kern aus Bauern der Limpurger Gegend zwischen Gaildorf, Gröningen und Welzheim bestand, bei den Ereignissen um den Hohenstaufen, Adelberg und Lorch eine zentrale Rolle spielte. -
13.05.2025 - Von Müllern und Machtsymbolen: Von Müllern und Machtsymbolen: Das Ende der Burg Hohenstaufen im Kontext des Bauernkriegs
Josephine Guttermann M.A., Historikerin
Der Vortrag beleuchtet die Entstehung und Entwicklung des Gaildorfer Haufens während des Bauernkriegs 1525. Ausgehend von den sozialen und wirtschaftlichen Spannungen in der Region wird der Weg der Aufständischen von den ersten Versammlungen in Gaildorf über die Zerstörung der Burg Hohenstaufen bis zur Zerschlagung des Bauernhaufens begleitet. Anhand von Quellen wie dem Verhörprotokoll der peinlichen Befragung des Müllers Michel Rupp werden die Motivationen, Netzwerke und Aktionen der Beteiligten analysiert. Die Ereignisse rund um den Gaildorfer Haufen zeigen die Komplexität des Bauernkriegs. Es wird ermöglicht, die Beweggründe und Handlungen beteiligter Personen erneut zu bewerten und ein differenzierteres Verständnis des Bauernkriegs in der Region zu entwickeln. -
20.05.2025 - Burgendämmerung – Funktionen und Bedeutung von Burgen in der Region zur Zeit des Bauernkriegs
Michael Weidenbacher M.A., Kreisarchäologe Göppingen
Im frühen 16. Jahrhundert war der Niedergang der mittelalterlichen Burgen bereits fortgeschritten. Die ehemals zur Absicherung adeliger Herrschaftsbereiche erbauten Anlagen boten durch die Entwicklung der Feuerwaffen kaum noch Schutz und verloren dadurch immer mehr an Bedeutung. Viele Burgen wurden aufgegeben oder im Rahmen von kriegerischen Ereignissen wie Fehden zerstört. Der Adel errichtete nun häufig repräsentative Schlösser als Wohnsitze. Einige Burgen wurden von den Landesherren zu Festungen ausgebaut. Manche bestanden als Wohnsitz kleiner Adelsfamilien oder als Amtssitz fort. -
27.05.2025 - Vom „größten Unglück“ zur „durchaus berechtigten sozialen Revolution“ – Zur Rezeptionsgeschichte des Bauernkrieges 1525
Dr. Dominik Gerd Sieber, Archiv und Museen der Stadt Göppingen
Die Ereignisse von 1525 haben die Geschichtsschreibung schon früh beschäftigt und wurden über die Zeiten hinweg ganz unterschiedlich bewertet. Der Vortrag möchte den wesentlichen Entwicklungen nachspüren und dabei natürlich den Blick auch auf Göppingen richten. So verfasste beispielsweise der Jebenhäuser Pfarrer Carl Dieterich im Jahre 1844 eine Monographie zum Bauernkrieg.
08.05.2025
Filmvorführung „April 1945 – Das Kriegsende im Landkreis Göppingen“
Dokumentarfilm von Dr. Stefan Lang und Gerhard Stahl, ca. 95 Minuten
Einführung: Dr. Stefan Lang, Kreisarchiv Göppingen
Am Nachmittag des 19. April 1945 zeigt sich eine gewaltige Rauchsäule über Wäschenbeuren und in Windeseile verbreitete sich die Nachricht: Die Amerikaner kommen! Überraschend schnell waren sie von Norden kommend vorgerückt und besetzten in den kommenden Tagen das ganze Kreisgebiet.
Der Dokumentarfilm setzt sich aus Interviews mit Zeitzeugen aus dem Kreisgebiet, Aufnahmen der Schauplätze und einigen neu entdeckten Filmdokumenten aus US-Archiven zusammen. So entsteht ein authentisches und persönliches Bild der letzten Kriegstage, die für viele Menschen einschneidende Erlebnisse mit sich brachten.
Start: 19:00 Uhr - Stadtkirche Göppingen - Eintritt frei!
Ausstellungen
Städtisches Museum Göppingen im Storchen
Wühlestraße
36
Städtisches Naturkundliches Museum Göppingen
in
der Alten Badherberge Jebenhausen
Boller Straße 102
Mi und Sa 13-17 Uhr, So und Feiertag 11-17 Uhr
Winterpause bis einschließlich
17. April
Jüdisches Museum Göppingen
in der Alten Kirche Jebenhausen
Boller Straße 82
Mi und Sa 13-17 Uhr, So und Feiertag 11-17 Uhr
Dauerausstellung: Juden in Jebenhausen und Göppingen
Ausstellung "Die Staufer" am Hohenstaufen
Dokumentationsraum
für staufische Geschichte, Göppingen-Hohenstaufen
Kaiserbergsteige 22
Bis 14. März: Sa und So von 10-12 und 13-17 Uhr
Ab 15. März Di -
So 10-12 und 13-17 Uhr